Sie lag schon im Bett, als er noch an seinem Computer arbeitete. Er hatte Musik aufgelegt. Darüber muss sie eingeschlafen sein. Es war spät, als er sich zu ihr legte. Sie weiß das deswegen, weil sie aus schon tief geschlafen hatte. Ihn so dicht an sich zu spüren, ließ die müden Teile ihres Körpers langsam wieder aufwachen. Erst sträubte sie sich, wandte sich dann aber ganz bald ganz tief in seine Kuhle, seine warme Haut auf ihrer noch wärmeren. Sie spürte den Herzschlag in seinem Penis, ein leichtes Anklopfen an ihrem Hintern, gepumptes Blut. Ihr gefiel das und doch wollte sie eigentlich weiter schlafen, der Tag morgen würde früh starten. Klopf, klopf! Sie konnte nichts tun, sie schob ihren Hintern Stück für Stück näher an seine Erektion, drehte sich schließlich um und küsste ihn. Sie schmeckte den Schlaf in ihrem Mund. Ihre Zunge suchte nach seiner. Sie seufzten. Seine Hand wanderte langsam hinunter in ihre Unterhose, ihre Hand umfasste seinen steifen Pimmel. Ganz langsam, unter anhaltenden Küssen rieben sie aneinander, spielten mit der sich entwickelnden Feuchtigkeit zwischen den Beinen und küssten küssten küssten dabei weiter. Gerade war er mit seinem Finger in sie eingedrungen, sie hielt seinen Schwanz fest umschlossen in ihrer rechten Hand, bewegte sie langsam hoch, langsam runter, als der abscheulichste Krach beide den Atem anhalten ließ. Der schlimmste Klingelton der Welt! Er hatte seinen Finger noch nicht ganz aus ihr herausgezogen, da war er schon aufgestanden, dem Scheusal, dem Telefon entgegen. Er nahm ab. Sie hörte, wie eine Männerstimme seinen Namen aussprach. Verzweiflung im Tonfall. Er stand da, in der Dunkelheit mit seinem dicken Schwanz und von einer Sekunde zur nächsten war seine, war alle Leichtigkeit aus dem sexuellen Vorspiel weg. Er band sich ein Handtuch um die Hüfte und verschwand irgendwie peinlich aus dem Zimmer. Sie starrte auf die Tür, die hinter ihm zugegangen war und zwang sich, ihre Erregung runter zu pegeln. Ungläubig warf sie sich von einer Seite zur nächsten. Durch die Wand hörte sie den Bass seiner Stimme. Hörte, wie er mit jemandem sprach, der ihn weit nach Mitternacht anrief. Sie fühlte sich plötzlich beschissen, beschissen, beschissen. Wie ein Stück Fleisch zurückgelassen, bereit zu ficken. Gefickt zu werden. Und er hatte dieses Scheiß Telefon nicht einfach weiterklingeln lassen, beschissen!... Minuten vergingen, dann der Einzug klarerer Gedanken. Sie ahnte, dass es P war, am anderen Ende. P, sein Ex-Freund. Ein paar Stunden zuvor hatte ihr bester Freund M, der gerade mit P ausging, ihr unter Stress und Anspannung erzählt wie er glaubte, dass er das Ganze mit P beenden müsse. Plötzlich war sie sich ganz sicher, es könnte niemand anders als P sein. Oder hoffte sie es? Irgendwie war sie erleichtert. Sie stand auf, griff nach seiner Decke und brachte sie in das eisig kalte Zimmer, in das er sich zum Telefonieren zurückgezogen hatte. Er blickte kurz auf zu ihr, doch seine Augen verrieten nichts. Dann ging sie die Treppe hinauf in ein anderes Zimmer. Sie wusste, der Mitbewohner (und ihr Freund) war verreist und legte sich in dessen verlassenes Bett. Eine Weile nach dieser Weile klopfte er zaghaft an die Tür. Eingewickelt in die Decke, die sie ihm gereicht hatte kam er ins Zimmer und flüsterte, „es tut mir so leid. P läuft gerade ohne Schuhe durch die Nachbarschaft. M hat mit ihm Schluss gemacht. Ich will versuchen, einen seiner Freunde zu kriegen, damit die sich um ihn kümmern können “. Sie streichelte durch seine Locken, sagte „mach das“ und schlief dann ein. Es war sicherlich schon fast 4, als sie aufwachte. Wieder hatte er sich neben sie gelegt, war nackt unter ihre Decke gekrochen. Sie seufzte, er nahm sie in den Arm, dieses Mal war er viel kälter als sie. Sie legte ihre schlafheiße Hand auf seinen Unterarm. Er küsste sie aufs Ohr und sagte „es tut mir leid, schlaf weiter“. Dieses Mal pocherte kein Puls in seinem Schwanz, sie räkelte sich in seinen Löffel und dann schliefen sie gemeinsam ein.
2 Kommentare:
Eine seltsame Ohnmacht, die mir ein wenig bekannt vorkommt. Aber das ist lange her und ich bin sehr froh darum... Wieviel bedeuten die Phantasien des anderen wirklich, wenn man doch spürt, dass er, wenn er mit dir ist, NUR mit dir ist? Und DAS ist ein Gefühl, dass mir noch viel mehr aus der Seele spricht.
Eine gute Geschichte, Frau Kuschelmuschel. Voller Enttäuschungen und Hoffnungen. Schick.
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