Sonntag, 1. November 2009

Zurück zu mir?

Aufregung. Immernoch dreht sich alles. Wo bleib ich? Und was mach ich hier? Nach einem Monat latenter Anspannung, in dem keine Grenze unüberwindbar schien, komme ich nach Hause und versuche, mich zu spüren... Ich sehne mich nach Nähe, nach Berührungen und danach, mich treiben zu lassen. Ich habe es schrecklich vermisst, nackte Haut auf meiner zu spüren, ganz in meinem Körper zu sein, mich verwöhnen zu lassen. Und sobald ich angekommen bin, verschlingt mich mein Freund mit Blicken. Ich habe ihm genauso gefehlt. Er zieht mich immer wieder an sich mit diesem verliebten Verlangen, dass durch seinen ganzen Körper dringt. Ich lasse mich in seine Arme fallen und küssen und meine Beine werden ganz schwer und ich merke, wie nur noch ein Gefühl übrig bleibt: Müdigkeit. Seine Hände auf meinem Körper kommen mir vor wie schnurrende Katzen an einem Türrahmen. Ich kann sie kaum spüren. Meine Hüfte, mein Bauch, meine Brüste, alles erscheint mir schlaff und unbeweglich. Er windet sich um mich und streichelt jede Stelle meines Körpers als sei sie unwiderstehlich. Ich selbst bin wie unbeteiligt. Jede meiner Bewegungen wirkt abwesend, als gehöre mein Körper jemand anderem. Und es macht mich traurig. So oft habe ich diese Momente hergesehnt. So oft lag ich alleine da und konnte mich vor Lust kaum halten. Und jetzt? Ich fühle mich unsexy. Das einzige, was ich an meinem Körper spüre sind Hunger und Durst und einen Bauch, den ich nicht mag, und zu enge Hosen und Brüste, die mir nie hässlicher vorkamen... Und mein Freund, der solche Lust auf mich hat, war wahrscheinlich einfach nur zu lange ohne Sex. Genau wie ich.

Keine Kommentare: