vergeben und viel zu alt. und du fixierst mich schon die ganze zeit von der seite und flüsterst "ich mag dich" während ich am liebsten in meiner bionadeflasche verschwinden möchte. und es fühlt sich so unwirklich an, als du meine hand nimmst und mir sagst, dass ich etwas besonderes bin.
meine skepsis lässt mich schweigen, lässt mich das ablehnen, was ich als unmöglich empfinde.
Als wir später etwas zusammen essen, ist der salzstreuer ein schwarzes männchen und pfeffer ein weißes. er sieht es auch und rückt sie zusammen; lächelt mich warm an.
ich fühle mich wohl bei dir obwohl du mir zu selbstbewusst bist. du sagst einfach dinge wie "ich stelle mir grad vor, wie es wäre, dich zu küssen" und ich finde es frech, weil du mir damit sicherheit raubst und es schaffst, mir den boden unter den füßen wegzuziehen, weil ich nun selbst darüber nachdenke.
als hätte ich es nicht schon getan.
manchmal. wenn deine hände so nah an meinen sind und ich mag deine hände. sie sind viel schwärzer als meine und wenn du lachst, blitzen deine zähne so lustig auf und ich kann dir deine frechheit nicht übel nehmen.
"ich mag dein lächeln. warum bist du so schüchtern?" und ich ärger mich, dass ich nicht schlagfertig sein kann und gleichzeitig versuche ich zu begreifen, was hier eigentlich vor sich geht.
du zeigst mir schöne neue plätze in der stadt, lässt mich alberne passagen in deinem studio einsingen und als die sonne untergeht, gehst du mit mir auf den spielplatz (und ich finde den ort schon paradox und doch herrlich methaphorisch) und wir schaukeln wie kleine kinder, bis wir plötzlich auf einer schaukel sitzen und ich auf dir sitze und wir uns berühren, weil die schaukel so furchtbar eng ist und du so muskulös. und ich merke, wie es dich erregt, dass ich da auf dir sitze und das widerum erregt mich und ich schäme mich irgendwie dafür und dich berühre, wie ein mädchen, dass sich nach zuneigung sehnt.und das widerum macht es noch aufregender und verwirrender und als deine hände meinen po umfassen, bleibt mir fast das herz stehen und ich sage dir, dass du vorsichtig sein sollst.
und als du mich vor dem schlafen gehen anrufst, sagst du mir, dass du dir einen runtergeholt hast und dabei an mich gedacht hast und ich bin so fasziniert von deiner direktheit und in meinem kopf wiegen wir uns und ich schlafe in gedanken mit dir und frage mich, ob ich diesen schritt irgendwann wagen kann.
How I Beat Bulimia, One Therapist At A Time
vor 10 Jahren
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