Montag, 15. Juni 2009

Erst bist du da. Dann bist du wieder weg. Wie sieht es eigentlich in dir aus? Du sagst, du beginnst, dich unwohl zu fühlen. Unwohl mit dem Geheimnis, das ich sein muss. Du sagst, du wolltest authentisch sein und kannst es nicht mehr. Du sagst, ich sei die einzige, zu der du überhaupt noch ehrlich bist. Aber was ist es, das in dir vorgeht, wenn du sagst, du musst dich auf dich besinnen? Sobald du weggehst, entgleitest du mir. Und mit dir mein Vertrauen in mein Gefühl. Sobald du weggehst, wirkt der Abgrund wieder erschreckend. Der Grat, auf dem ich balanciere, ist nichts als meine Begierde. Was ich begehre, kann ich nicht loslassen. Es zieht mich stetig zur anderen Seite.
Ich spreche von Ohnmacht und einer meiner schönsten Spiegel lacht mir offen und herzlich ins Gesicht. „Aber die kennst du doch. Du kennst sie in- und auswendig, diese Ohnmacht. Sie ist es, mit der du umgehen lernst, seitdem du beschlossen hast, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Und sie ist es, die dich immer wieder heimsucht. Immer dann, wenn du etwas so sehr begehrst.“
Ein weiser Mann sprach kürzlich von den Dingen, die wir tun, und denen, die wir konsumieren, als ‚Gäste in unserem Haus’. Und wenn wir sie zu sehr wollen, werden wir – oft unbemerkt – selbst zum Gast. Wie kann man authentisch sein, wenn man bei sich selbst nur zu Gast ist?

Ich verstehe deine Regung.
Ich will versuchen, einen anderen Weg zu gehen.

Freude.
Meditation.
Dankbarkeit.
Mannomann!

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