Montag, 30. März 2009

Ein seltsames Spiel

Was passiert da nur in meinem Körper? Wo fängt es an, dieses Spiel, und – viel wichtiger – wo hört es wieder auf?

Erregung. Manchmal ist sie einfach da. Alles einnehmend. Und verlangt nach Bildern, nach Geräuschen, nach Gerüchen, nach Berührung. Manchmal ganz schleichend, vorsichtig. Manchmal umgebremst und rücksichtslos. Und doch kann ich sie nicht greifen. Ich bin es nicht, der über sie entscheidet. Draußen läuft eine getigerte Katze durch den Schnee und nichts könnte gerade schöner sein.
Wie kommt es, dass mir mein Körper manchmal so fremd erscheint? Meine Phantasien sind großartig, ungehalten, pervers. Ich nähre sie. Ich liebe es, wenn du mich hart anfasst, wenn du mir sagst, wie geil du mich findest. Allein die Vorstellung deiner fordernden Lust macht mich verrückt. Ich will, dass du mir wehtust, dass du mich liebst und mich begehrst, dass du verrückt nach mir bist. Ich will dich ungehalten sehen, rücksichtslos.
Gestern waren wir zusammen. Du warst so ungewohnt fordernd und gleichzeitig so geschmeidig liebevoll. Wenn ich dich jetzt so vor mir sehe, hab ich Lust dich anzufassen. Und gestern, da fand ich dich nur schön, hab dich gerne geküsst, gern deine Hände auf meinen Brüsten gespürt und deine Erregung genossen. Ich, ich war voller Liebe, nicht erregt. Ich war ganz bei dir, in deinen Armen, und meinem eigenen Körper fern. Du hast mich aufgesogen, hast mich genossen, mich überall angefasst, dich an mir festgehalten und gestöhnt. Und ich war zuhause in deiner Umarmung, körperlich wie betäubt. Du hast mich verwöhnt, es versucht, mich geküsst, dich an mir gerieben, mich geleckt, mich verehrt. Aber meine Sinne waren irgendwo anders. Keine Ahnung wo.

Und heute, da braucht es nur die kleinste Brise und ich rieche überall Sex. Sitze vorm Computer und versuche zu arbeiten, aber schweife ständig ab, schweißnasse Körper vor dem inneren Auge. Und später ziehe ich eine seltsame Bilanz: Heute hab ich mich zu den phantasielosesten Pornoszenen ganze vier Mal selbst befriedigt. Meine Muschi brennt ein bisschen. Ich bin kaum vorangekommen mit meiner Arbeit und immer noch allein. Komische Welt.

Sonntag, 22. März 2009

Sex: The Annabel Chong Story

Wenn man mir vorgestern das Wort Sexsucht hingeschmättert und mich gefragt hätte, was mein erster Gedanke dazu ist, hätte ich gesagt ‚it’s a men’s thing’. Nicht das wir Ladies nicht auch gerne Sex haben, aber Sexsucht fällt in so eine männliche Kategorie für mich wie Krieg führen. Männer und Sexsucht, das war also vorgestern, das war bevor ich die Geschichte der Annabel Chang sah. Diese zierliche Frau mit ihrem runden, kindlichen Gesicht, die intelligent ist und voll Energie, die Kunst und Fotografie und Feminismus studiert, und sich innerhalb von 10 Stunden 251 mal vögeln ließ und damit einen Rekord aufstellte. Der Weg dahin begann am Campus ihrer Uni in L.A. Als sie alle Typen des Campus’s durch hatte und noch immer nicht gesättigt war von ihrem Hunger nach Sex, dachte sie, dann mach ich eben Pornos. Sie antwortete auf eine eindeutige Annonce und so zog Grace Quek als Annabel Chong, dieses zerbrechliche kleine Wesen ein in die große, dunkle Welt der Porno-Industrie. Es dauerte nicht lange, da waren alle Porno-Produzenten und Co-Darsteller um ihren kleinen Finger gewickelt. Sie, Annabel Chung war schon bald der Liebling der Industrie. Doch dann kam „The World’s biggest Gang Bang“ und die Frau, die Feminismus studierte, der Liebling der Porno-Industrie wurde über Nacht zur Porno-Legende. Fast sicher bin ich mir, dass die Typen, die auch heute noch zu the Gang Bang ejakulieren, sich relativ wenig um die Gender Theorien scheren, die Chong ihrem Gang Bang zugrunde legte. Für sie stand der GB als Herausforderung, die Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit, gerade im Kontext der zur Schaustellung von Sexualität auszuhöhlen. Sie als Frau war es, die die sexuelle Kontrolle hatte. Do they see it? Do they care? Do they actually give a shit?
In der Pre-Production zu „The World’s biggest Gang Bang“ hatte sie sich vorgenommen, an einem Tag 300 Männer durch sich passieren zu lassen. In expliziten Medien startete sie einen Aufruf an Männer und ein paar Wochen später lag sie auf einer Fick-Empore inmitten eines griechisch-antik angehauchten Sets. In Schlangen standen dort knapp 100 Männer, die nackt waren aber häufig noch ihre Socken und Schuhe trugen und sich einen rubbelten, um ihre Keule in ihren paar Sekunden Porno-Fame parat zu haben. Annabel Chong, die ihren Körper eingeölt hatte, ließ sich also ficken. Von einem, dem zweiten, dem nächste usw. Nach den ersten 50 fragte man sie, wie sie sich fühle. Sie lachte und sagte, sie wolle mehr, mehr, mehr. Es sei ja gerade mal der Anfang. Also ging es weiter - 251 Mal, bis Annabel Chong nicht mehr konnte. Das Rekord-Ziel von 300 war zwar nicht erreicht, trotzdem stellte sie mit 251 Ficks in 10 Stunden einen Weltrekord auf und löste eine neue Mode-Welle in der Porno-Industrie aus. Auch Aids wurde wieder fashionable in Porno-Kreisen, aber das nur als Fußnote. Doch was kommt als nächstes, was kommt nach den biggest Gang Bang? Das nächste Mal 400, dann 600, dann 1000? Je mehr, desto feministischer? Diese Frage interessierte mich wirklich. Was macht die Frau wohl heute- 10 Jahre nach diesem Dokumentarfilm? Sie, die jetzt wieder Grace heißt, hat Annabel Chong sterben lassen. Und ist hoffentlich das geworden, was sie immer sein wollte.

Ein großartiger Film, traurig auch, für mich persönlich nicht unbedingt Ausdruck der sexuellen Befreiung, aber das kann ja jede so nehmen, wie sie will. ‚Sex: The Annabel Chong Story (http://www.imdb.com/title/tt0181810/) - sehenswert und unterbewusst dann doch irgendwie inspirierend, denn ich hatte keine 12 Stunden später Sex. Mit einem Menschen, ganz ohne Rekord-Ambition und das war richtig gut.

K

Sonntag, 15. März 2009

zwischen den stühlen

"Ich hab voll Lust, mit Dir zu schlafen. Hast Du damit ein Problem?" Er redete einfach zu viel. Meine Hand war noch immer auf seinen Mund gepresst, mit dem er mich nun doch zum Äußersten getrieben hatte. Letzter Ausweg: Angriff! Es funktionierte. Er war mitten im Satz verstummt und blickte mich überrascht und fast ein wenig besorgt an. Ich grinste in mich hinein bei dem Gedanken, was jetzt wohl alles durch seinen Kopf ging und ob sich das irgendwie auf seine Physis auswirkte. Reflexartig schaute ich hinunter auf seine Hose, aber im Moment konnte ich noch keine Reaktion erkennen. Ein wenig enttäuscht hob ich wieder meinen Kopf und blickte ihm mit einem unanständigen Grinsen, das halb echt und halb gespielt war, wieder direkt in seine Augen. In meiner Vorstellung sah ich ihn noch immer nackt vor mir sitzen mit seinem muskulösen Alabasterkörper, zumindest stellte ich mir seinen Körper so vor. Ich sah auch immernoch wie ich mich auf ihn setzen würde, ebenso nackt und zumindest in meiner Fantasie ebenso schön, und wie wir uns beide ohne Worte anschauen und ineinander bewegen würden, meine Hände in seinen Haaren, meine Zunge auf seinem Nacken.
Nun war es also draußen, das Angebot. Die Frage oder was auch immer ich gerade gesagt hatte. Ich fragte mich, was sein Nicken als Antwort bedeuten könnte? Wollte er es auch oder hatte er ein Problem damit? Für einen Augenblick bereute ich schon mein Draufgängertum, denn ich wollte auf keinen Fall in eine Situation betretenen Schweigens geraten. Wenn nicht bald etwas geschah, würden wir uns nie wieder in die Augen schauen können. Was hatte ich da nur getan?
Mein Grinsen hatte sich unmerklich davon gemacht, dafür war nun aber auf seinem Gesicht ein belustigter Ausdruck zu erkennen. Mistkerl! Mich so zu verunsichern. Seine Hand, die meine, ohne dass ich es bemerkt hätte, von seinem Mund geschoben hatte und immernoch festhielt, wanderte nun zu meinem Bauch und schob sich an meiner Hüfte vorbei zu meinem Rücken. Instinktiv - oder mit viel Glück - hatte er eine meiner Lieblingsstellen am Körper gefunden, diese Einwölbung überhalb vom Poansatz, wo die Finger schon die prallen Rundungen und warmen Tiefen erahnen konnten. Das Bild in meinem Kopf von meiner Hand auf dieser Stelle und die seine auf meinem Körper ebenda erregte mich. Normalerweise war ich diejenige, die diese Einwölbungen suchte und fand. Es war schon lange her, dass jemand meinen Körper so bestimmt und zielsicher berührt hatte.
Er zog mich an sich, sein Blick zu meinen Lippen gesenkt und die seinen erwartungsvoll geöffnet. Ich verfolgte die ganze Szene mit einer Mischung aus sozialwissenschaftlichem Interesse, Überraschtheit hauptsächlich über mich selbst, Neugier und einem Hauch von Angst davor, wie mein Körper wohl auf ihn reagieren würde. Das letzte Mal war es ziemlich in die Hose gegangen bzw. eben nicht. Aus irgendeinem Grund hatten mein Geist und mein Körper ein paar Verständigungsschwierigkeiten, denn auch wenn ich mir einbildete, etwas geil zu finden, musste es noch lange nicht heißen, dass sich dabei irgendetwas bei mir tat. Stocktrocken zu bleiben war nicht nur schmerzhaft sondern auch peinlich, als ob ich dem anderen etwas vorspielen würde. Bisher hatte es niemanden daran gehindert, es weiter zu versuchen, aber wie gesagt, noch Tage danach hatte ich dann meine Schwierigkeiten mit dem Hinsetzen.
Es war soweit, ich sah wie seine Lippen meinen Mund erreichten. Er hatte seine Augen geschlossen. Ich tat es ihm gleich und wartete, nicht willens ihn meine Distanziertheit merken zu lassen. Als ich seine Lippen spürte, zögerte ich kurz, küsste ihn dann aber zuerst zaghaft, später immer fordernder zurück.
Wir saßen noch immer nebeneinander auf diesen recht unbequemen Stühlen in seinem Wohnzimmer. Als die anderen noch da gewesen waren, hatten wir mit den Köpfen zusammen gehangen, Rotwein getrunken und über viel unnützes Zeug geredet, was allerdings so vereinnahmend gewesen sein musste, dass man die Stühle gar nicht bemerkt hatte. Nun störte mich der harte Stuhl unter meinem Hintern. Ich rutschte immer näher zu ihm und eh ich mich's versah, hatte er mich auf seinen Schoß gezogen. Ich war so überrascht von seinem Manöver, dass ich mir nicht verkneifen konnte, loszulachen. Das wäre eigentlich kein Problem gewesen, aber ich konnte nicht aufhören. Plötzlich kam mir diese Situation so absurd vor. Nicht nur, dass sich meine Vorstellung von vorhin vielleicht sogar bewahrheiten könnte - warum auch immer. Der Typ, mit dem ich gerade intim wurde, war mein Lieblingskollege Tobi. Tobi und ich! Wie sollte das bitteschön gehen? Hätte mich auf Arbeit jemand gefragt, mit wem ich am ehesten ins Bett steigen würde, hätte ich immer geantwortet Anna. Von Anfang an hatte ich Anna als gefährlich eingestuft, vor allem für mich und meine Beziehung, wohingegen flirten mit Tobi immer nur Spaß war. Zumindest hatte ich das geglaubt. Schließlich war ich ja diejenige gewesen, die ihm gesagt hatte, ich wolle mit ihm schlafen. Wollte ich das immernoch? Oder war es nur die Neugier und das Verbotene, was mich daran reizte.
Mein Lachen blieb mir plötzlich im Hals stecken. Der Gedanke an meine Freundin holte mich wieder aus meinen Fantasien in die Realität zurück. Ich schaute Tobi an, der offensichtlich merkte, dass etwas nicht stimmte. Bevor ich irgendetwas sagen konnte, nahm er seine Hände von mir, lehnte sich zurück und sagte mit einem lässigen Lächeln auf den Lippen "Ich hab Dir schon tausendmal gesagt, dass Du Dich vorsehen solltest!" Mit diesen Worten komplimentierte er mich freundlich aber bestimmt wieder auf meinen eigenen Stuhl und goß sich ein weiteres Glas Rotwein ein.

Montag, 2. März 2009

zwischenlandung teil 2

ihr erinnert euch?

... Die Frau wusste nicht, ob sie eher empört oder erregt sein sollte, ließ sich aber außer einem Blick, der zwischen Unsicherheit und Entzückung schwankte, nichts anmerken.

hier also die fortsetzung - bitte bequem machen!

„Ziehen Sie Blazer und Bluse aus! Ich will den BH sehen.“ Wie bitte? Der Blick der Polizistin schien keine Scherze zu dulden, also folgte sie auch diesem Befehl und zog sowohl Blazer als auch Bluse aus. Nun stand sie da halb nackt vor dieser Polizistin, die sie mit einem kritischen aber zugleich zufriedenen Blick betrachtete und schließlich den BH der Frau zwischen Daumen und Zeigefinger prüfte, als sei sie eine Textilexpertin. Die Frau merkte, wie sich ihre Nippel aufrichteten bei der Berührung mit dem Gummihandschuh und versuchte, der Polizistin einen verständnislosen und gleichgültigen Blick entgegen zu setzen. Sie war feucht, sehr feucht.
„Verdacht auf Drogenbesitz. Ich muss Sie einer Leibesvisitation unterziehen. Bitte machen Sie sich unten herum frei, stellen Sie sich mit dem Gesicht zur Wand und lehnen Sie sich ein wenig nach vorn!“ Die Stimme der Polizistin war bestimmt und autoritär, wie sie es in den vielen Jahren als Zollbeamtin am Flughafen gelernt hatte. Mitleid war in ihrem Job unangebracht. Lust allerdings auch, trotzdem verspürte sie ein leichtes Kribbeln der Vorfreude im Bauch als sie der Verdächtigen den Rücken zukehrte, um in dem Schrank über dem kleinen dreckigen Waschbecken nach Gleitmittel zu suchen. Alles war da, Gummihandschuhe in jeder Größe, Desinfektionsmittel, sogar eine Pinzette und kleine Fläschchen mit Chemikalien zur ersten Untersuchung von verdächtigen Substanzen. Jedoch kein Gleitmittel.
„Mist, ich kann das Gleitmittel nicht finden. Ich –„ murmelte die Polizistin ein wenig anklagend in Richtung des Schränkchens.
„Ich glaube, das brauchen Sie eh nicht.“ Die Frau, die nun gründlich untersucht werden sollte, hatte sich vor die Spiegelwand gestellt und schaute der Polizistin mit einem unterwürfigen Blick und einem dreckigen, erwartungsvollen Grinsen direkt in die Augen. Jetzt hatte sie das Potential der Situation erkannt. Ihre Arme stützten auf dem Tisch vor dem Spiegel, der normalerweise als Ablage für Beweisstücke diente, und ihre Brüste hingen lose in ihrem BH, dessen Träger von ihren Schultern gerutscht waren, so dass ihre Nippel ein wenig schüchtern hervorblitzten. Ihr Minirock war hochgezogen, und darunter zeigte sich ein wohlgeformtes Hinterteil, dessen zwei Hälften kaum mehr den Untersuchungsgegenstand verbargen. Ihre Beine waren so weit offen und ihr Oberkörper so weit vorgebeugt, dass man nicht mehr viel Phantasie benötigte, um zu erkennen, wie feucht und rosa geschwollen sie war.
Die Polizistin näherte sich der Frau wie ein Raubtier, vorsichtig und gnadenlos. Und als sie sah, wie die Verdächtige ihre rechte Hand zwischen ihren Beinen rieb und sie dann langsam ableckte, merkte sie selbst, wie sie plötzlich feucht wurde. Sie zögerte einen Moment, da ihr bewusst wurde, dass sie sich auf sehr dünnes Eis begab. Schließlich konnte jederzeit jemand hereinkommen, denn abschließen konnte man die Räume aus Sicherheitsgründen nicht. Doch sie hatte die Grenze von Professionalität und Abenteuer schon längst überschritten und gab sich nun ihrem Trieb hin, ohne weiter über die Konsequenzen nachzudenken.
Ihr heißer Atem benetzte den Nacken der Frau, die jeden Schritt der Polizistin im Spiegel verfolgt hatte, bis sie nun ganz nah hinter ihr stand und langsam die rechte Hand zwischen die Beine der Frau gleiten liess. Trotz des Gummihandschuhs und des fehlenden Gleitgels drang sie leicht und zielsicher in sie ein. Die andere Hand der Polizistin ruhte erst auf der Hüfte der Frau, die sich langsam zu bewegen begann, und glitt dann zu der Innenseite der sich lustvoll auf und ab bewegenden Schenkel, um schliesslich ihre geschwollene Klit mit kleinen Kreisen zu stimulieren.
Währenddessen starrte die Polizistin unentwegt und mit wachsender Entzückung in den Spiegel und sah, wie die leicht geöffneten Lippen der Frau immer lauter werdende Seufzer ausstießen und ihre rechte Hand eine ihrer nun freiliegenden Brüste massierte. Die Hand der Polizistin, die bis dahin in der feuchten Erregung der Frau verweilt hatte, bahnte sich nun einen Weg zu der anderen Brust, wo sie begann, zwischen Daumen und Zeigefinger mit dem aufgerichteten Nippel zu spielen und ihre Brüste zu kneten, während sie mit der anderen Hand tief in die Frau eindrang, immer wieder, bis die Frau ihren Kopf schräg in den Nacken legte und kurze, stossartige Laute von sich gab.
Die Polizistin hatte sie soweit, und sie genoss das Gefühl der Macht und Kontrolle, das ihr den Atem nahm. Wenn sie auch nur kurz den Rhytmus änderte oder ausversehen aus ihr herausgleitete, würde der Orgasmus verpuffen wie eine Seifenblase und die Frau in dem unbefriedigten Zustand eines fast-Höhepunkts zurücklassen. Es lag nun sprichwörtlich in der Hand der Polizistin. Sie starrte immernoch in den Spiegel, um jede Kleinigkeit der Bewegung der Frau in sich aufzusaugen, und dachte gleichzeitig darüber nach, ihr das Glück der Befriedigung nicht zu gönnen. Das Wort Sadismus schoss ihr plötzlich durch den Kopf und auch die Wörter Amtsmissbrauch, Fremdgehen, Trennung, Rausschmiss. Ein leichter Hauch der Panik zog an ihren Augen vorbei, aber es war nun eh zu spät. Sie hatte schon alles riskiert und jeden Skrupel aus lauter Verwegenheit und Erregung über Bord geworfen. Ihre Finger drangen noch tiefer in die Frau ein und füllten jeden Quadratzentimeter der feuchten Wärme aus, als suche die Polizistin wirklich nach etwas. Sie kreisten und stiessen immer wieder und immer schneller und entlockten der Frau noch lauteres Stöhnen und schliesslich einen Höhepunkt, der beide erzittern liess. Sie verweilte noch etwas mit ihren Fingern in der wohligen Wärme, die sie auch durch den Gummi des Handschuhs fühlen konnte, und entzog sich dann langsam, während ihr Blick immernoch in den Spiegel gerichtet war, wo die Frau ihr ein geschafftes, zufriedenes und wissendes Lächeln zurückwarf.
„Sie können sich wieder anziehen. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Entschuldigen Sie eventuelle Unannehmlichkeiten.“