Sonntag, 25. Januar 2009

zwischen schlüsselbein und ohrläppchen

der raum hatte die anmut einer einbauküche, aber das beeindruckte mich wenig. stattdessen war meine gesamte aufmerksamkeit auf einen geschwungenen nacken gerichtet, der sich - umrahmt von halblangem dunklem haar - unter meinem blick wand wie ein salamander in der heißen sonne. sie kochte oder machte den abwasch - ich achtete nicht darauf, lehnte stattdessen mit trunkenen sinnen und einem wohl dümmlichen grinsen am türrahmen und sog sie auf. ich stellte mir vor, wie ich scheinbar flüchtig ihren rücken streifen, mich fingerkuppe um fingerkuppe ihrem hüftknochen nähern würde, um letztlich meine handflächen auf ihren bauch zu legen. sie würde leise seufzen und ich würde mich mit meinem körper an ihren po und ihren rücken pressen, mein mund die süßeste einwölbung hinter ihrem ohr suchend. sie würde ihren kopf neigen, sich an mich lehnen und mit geschlossenen lidern ihre offenen lippen anbieten.
sie lächelte wissend und schaute mich - noch immer über herd oder spüle gelehnt - aus ihren augenwinkeln an, während sie ganz langsam ihre zunge über ihren mund gleiten ließ. ich schloss die augen und spürte sie plötzlich vor mir, an mir, auf mir. was auch immer sie vorher getan hatte, nun presste sie ein bein zwischen meine schenkel, drückte mich an den türrahmen und verschmolz mit den handvoll quadratzentimetern zwischen meinem schlüsselbein und meinem ohrläppchen. ich atmete schwer und spürte, wie sich wellen der erregung einen weg durch meinen bauch zwischen meine beine bahnten und dankbares stöhnen aus mir herausbrach...

dann wachte ich auf. enttäuschung machte sich breit und doch hatte ich genau das ganz real empfunden. könnte es sogar sein, dass träume oft aufregender und befriedigender sind als die wirklichkeit?

3 Kommentare:

Kuschelmuschel hat gesagt…

sie sind es. oft!

fleur de lys hat gesagt…

wer ist denn jetzt hier wer? kuschelmuschel überall... ein wunderschöner text, wollte ich sagen. macht lust zu träumen.

Kuschelmuschel hat gesagt…

kuschelmuschel dreameater dankt für das lob und gibt es gleich mal an madame fleur zurück. ich sollte mir angewöhnen, das kuschelmuschelige vergnügen eher abends zu lesen und nicht morgens im büro... so ne verschwendung von sexueller energie! jetzt muss mans sich verkneifen... grrrr