oder
Über die Angst, den ersten Eintrag auf Kuschelmuschel zu schreiben.
Hier sitze ich nun, ein langersehntes Projekt sieht mir helllila und passend mit einem Brötchen versehen ins verdutzte Gesicht und ich merke, wie schwer es mir fällt, als erste etwas zu schreiben. Nicht, dass es schwierig wäre, überhaupt etwas zu schreiben. Aber etwas über Sex zu schreiben, scheint auf einmal schwer. Ich sehe meinen Schatz an geschriebenen Kurzgeschichten durch und verwerfe alles. Der erste Eintrag soll ja keine Konserve von vor langer Zeit sein. Er soll neu und frisch und einladend für die anderen Mädels sein. Gut zu lesen, mit Witz, gern auch mit distanzierender Ironie, so dass meine kleine Scham nicht allzu stark zur Geltung kommt. Ich sehe im Geist meine letzten erotischen Erfahrungen durch und frage mich, wie, wer, geht das überhaupt?
Klar geht das. Eingeatmet. Los.
Wie es ist
Erwartungen sind die Vorstellungen, die ein Mensch davon hat, wie ein anderer Mensch in der Zukunft auf ihn oder seine Taten reagieren wird. Und zwar im Positiven. In keiner Hinsicht wird das deutlicher als beim Vorspiel. Das Vorspiel, diese herrliche Annäherung an das heiße, glitschige Nachspiel. Immer und immer erfüllt von der Erwartung von ihm, von seinem Schwanz. Alle Reize, all die Impulse hinter halb geschlossenen Lidern, laufen nur darauf hinaus, dass ihnen dringlich begegnet wird. Der Lichtblitz, wenn eine Nässe der anderen begnet, wenn man die eigene Tiefe spürt, wenn geglitten wird. Ein tiefes Einatmen, zuckende Wimpern, in der Luft verharrende Hände und dann: der erste Stoß. Perlmutt, Öl, helles Gold. Dunkelstes Rot, alle Kostbarkeiten der Welt. So ist das.
How I Beat Bulimia, One Therapist At A Time
vor 10 Jahren
1 Kommentar:
genau so. wenn's richtig ist!!!
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