Donnerstag, 9. April 2009

Männerphantasien

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich ein intensives Gespräch mit einem Mann, der mir sehr nahe steht. Wir sprachen ausgiebig über Phantasien, vor allem sexuelle. Und je mehr wir uns austauschten, umso mehr meinte ich, mich in seinen Gedanken wiederzufinden. Ich wollte Details hören und versuchen, mir diese Bilder vorzustellen, die mir so bekannt vorkamen, denn es war ja meine eigene Phantasie, die diese zu formen begann. Als der besagte Mann mir erzählte, er habe auch schon Geschichten geschrieben, in denen er seinen Träumen und seinen Erlebnissen einen Text-Körper verliehen hatte, war ich entzückt... Eine dieser Geschichten bekam ich zu lesen. Danach war ich seltsam erregt, gleichzeitig verunsichert und schiesslich sehr nachdenklich. Gerne hätte ich diese Wörter laut vorgelesen und mich wieder gefragt, ob ich mich darin wiederfinde, und warum ich keine Wörter finde, um zu beschreiben, was mir daran so fremd vorkommt.

Ein paar Wochen sind vergangen, ich denke immernoch an diese Bilder. Hier sind sie, die
"Männerphantasien" - helllila unterlegt:

Als er sie das erste mal sah, wusste er nicht ob er sie lieben oder fürchten sollte. Es war auf einer Party und jedem dritten Mann sprang sie an den Hals. Jeder durfte mal was sagen und ein bisschen schmeicheln und dann war der nächste dran. Schmeicheln konnte er zwar gut, aber aus irgendeinem ihm unerfindlichen Grund, war er an jedem Abend weniger charmant, als er an die Reihe kam. Sie erzwang die Komplimente geradezu, doch allerhöchstens in seinen Augen hätte sie sein tieferes Interesse erkennen können. Er erzählte ihr nur belanglose Dinge und gefiel sich ein wenig in der Rolle des spröden Langweilers. Er berichtete von dem Tod seiner Großmutter, davon, wie sehr in seiner Jugendzeit unter der Akne gelitten hatte, und von seinem neuen Notebook, dass er sich für einen Appel und ein Ei auf dem Flohmarkt erhandelt hatte. Ihren Wunsch zu tanzen lehnte er ab, mit der Begründung, er sei erkältet, und als sie sich eine Zigarette ansteckte breitete er ihr sein Wissen über Raucherkrankheiten aus. Doch all das schreckte sie nicht ab. Sie fragte ihn anstattdessen, ob er sie auf der Toilette vögeln wolle und als er nicht sofort eine richtig schön unpassende Antwort zur Strecke brachte, nahm sie ihn vor aller Augen bei der Hand und zerrte ihn an der wartenden Schlange vorbei in das Badezimmer, wo sie ihm die Hosen runterriss und ihm einen blies. Sein Sperma schluckte sie runter und dann malte sie ihm mit einem Lippenstift ihre Telefonnummer auf den Arsch und verschwand. So fing alles an.
Natürlich schrieb er sich die Nummer, rückwärts in den Wandspiegel guckend, noch in der selben Nacht auf und vergaß seine alte Bekannte anzurufen, mit der er gerade eine Affäre am laufen hatte und der er versprochen hatte, sich noch zu melden. Es war auch alles nicht mehr so wichtig. Überhaupt war seit dieser Nacht nichts mehr so wichtig, nicht die Freunde, die ihm davon abrieten sich bei ihr zu melden und auch nicht Arbeit, die ihn in letzter Zeit so sehr ankotzte. Alles war verschwommen und unklar, unverständlich und aufregend und so meldete er sich 5 Tage später bei ihr.
Heiser klang sie am Telefon, doch liebenswürdig. Er machte ihr Komplimente, wie gut sie aussähe, wie glücklich er sei und dass er sich nach ihr sehne und sie lud ihn zu sich ein, noch am selben Abend. Ihre Wohnung war unaufgeräumt und ihr Bett roch nach anderen Männern, aber all das machte ihm nichts aus, als sie ihn aufforderte sich auszuziehen. „Mein Kleiner“ nannte sie ihn und erzählte ihm, dass er ihrem Exfreund ähnlich sehe. Sie setzte sich vor ihm auf einen Stuhl und rauchte eine Zigarette und fing dann an sich mit ihm zu unterhalten, über seine Träume, über sein Leben und über den Hund, den sie mal hatte als sie klein war. Irgendwann bekam er einen Steifen und holte ein paar Tücher aus einer Kommode, mit denen sie ihn auf ihrem Bett festband. Dann machte sie ein paar Kerzen an und band ihm ein weiteres Tuch um die Augen. Sie legte Musik auf, schreckliche Volksmusik, und dann beträufelte sie ihn mit Wachs. Sie spreizte seine Beine auseinander und rieb eine Kerze an seinem Arschloch, während sie zwischendurch seinen Schwanz schlug. Gierig ließ er sich weh tun, ohne jede Erwartung und ohne sich zu wundern, dass er sich das bisher nie hätte geil vorstellen können. Ohne Angst wartete er auch als sie zwischendurch das Zimmer verließ und dann kichernd zurück kam, um ihm mit einer kaltnassen Klinge auf seinem Bauch zu überraschen. „Komm, wir essen ein paar Erdbeeren.“ hatte sie gesagt und ein paar Erdbeeren auf seinem Bauch zerschnitten und ihn dann damit gefüttert. Es hatte etwas geziept, war aber gar nicht schlimm gewesen. Dann hockte sie sich über ihn und er musste sie lecken. Sie erstickte ihn fast und ließ ihn kaum zu Atem kommen. Es dauerte lange, sehr lange, so lange, bis seine Kiefermuskulatur zu versagen begann und sie eine Pause machte, um ihn als Schwächling zu beschimpfen und ihn zu ohrfeigen. Kleinlaut war er geworden, sie war extrem. Doch sie gönnte ihm die Pause und setzte sich auf seinen Schwanz, um ihn zu reiten, rückwärts und dann vorwärts. Sie zerkratzte seine Brust und sein Penis ließ nicht nach. Sie ritt ihn weiter und zog ihm am Haar, sie steckte ihm einen Finger in den Arsch und ihre kleine Hand in den Mund. Sie spuckte ihn an und irgendwann hockte sie sich wieder über ihn und pisste ihm in den Rachen, mit solch einem harten Strahl, dass er nicht alles runter bekam. Und er fand es geil, er fand alles geil, was sie machte. „Töte mich.“ hatte er gesagt und sie hatte gelacht, sich wieder auf seinen Ständer gesetzt und ihn gewürgt. Sie ritt ihn bis sie kam und dann entfesselte sie ihn. „Vergewaltige mich.“ sagte sie und dann fickte er sie, gnadenlos, schmerzvoll und brutal. Er stopfte ihr die Fotze bis sie brannte und rammte ihr den Kolben kraftvoll bis zum Anschlag in den Arsch. Er nahm ihren Kopf zwischen die Hände und stieß ihr den Penis in den Mund, bis sie würgen musste. Er schlug sie und beschimpfte sie und zum Abschluss spritzte er ihr all sein heißes Sperma ins Gesicht und sie musste alles in ihren Mund schmieren und runterschlucken.
Und dann? Dann hatten die beiden Hunger und aßen ein Eis auf dem Balkon, bis sie irgendwann zu ihm sagte: „Ich will noch mehr“ und sie ihn an der Hand wieder ins Zimmer und ins Bett zog. So ging es dann weiter und weiter, bis in den morgen und den folgenden Nachmittag. Er erinnert sich noch daran, wie er sich fragte, ob sie weitermachen würde bis ein Krankenwagen die beiden abholen müsste und an die Schmerzen, die er noch tagelang danach hatte. Aber das Alles war es wert gewesen. Er fand es sogar romantisch. Das wichtigste aber war: diese kleine Geschichte war der Anfang von etwas ganz Großem. Das spürte er ganz genau. Komme, was wolle: das war nicht das letzte mal.


Das alternative Ende:
doch er liebte sie und verwöhnte sie, unerdenklich lange, bis das Sonnenlicht zu den Fenstern reinschien, viele Orgasmen hinter ihnen lagen und sie Hunger bekamen. Dann holte sie Eis aus der Küche und sie aßen es gierig auf dem Balkon auf, ihre nackten Körper im Morgenlicht glänzend. Und dann gingen sie wieder rein und schliefen ineinander verschlungen ein.
Später würde er erfahren, dass der Männergeruch von ihrem Bruder stammte, bei dem sie nur zu Besuch war, um seinen Geburtstag nachzufeiern, für zwei Wochen, und dass sie einen Freund hatte, seit vier Jahren. „Du bist der einzige, mit dem ich so etwas jemals getan habe“, flüsterte sie ihm zum Abschied ins Ohr. Er glaubte ihr nicht, doch lächelte. Verrückt ist die Welt, dachte er sich, und vergaß sie nie.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

krasso! hat er dir die geschichte gegeben für uns? K

fleur de lys hat gesagt…

oui madame! nett, oder? n

Anonym hat gesagt…

unglaublich! das begeistert mich. das sollten wir von allen unseren freunden mal versuchen, rauszukriegen... K