Seine Zunge fuhr ihr über den Nacken, der so verspannt war, hoch zum Ohr. Ihr wurde schwindelig, alles so unerwartet, das war schön. Dann schon küsste er sie auf die Augen, auf die Stirn, die Schläfen. Sie war müde. Und wach. Beides gleichzeitig und er hatte verstanden. Alles kribbelte, Sternchen, die Luft frisch. Sie kuckte kurz in den Himmel, dann wieder ihm ins Gesicht. Er fragte sie lächelnd „gibste mir mal dein feuer?“ Sie schob ihre Hand langsam in ihre Handtasche, griff nach dem Feuerzeug und gab es ihm. Sie beobachtete, wie er es nahm, beobachtete, wie er die Zigarette noch zu Ende drehte, sie sich zwischen die Lippen steckte, anzündete. Ihr Blick folgte all diesen kleinen Bewegungen.
Als er ihr das Feuerzeug zurück geben wollte, schaute sie auf seine Finger und überlegte, ob sie die auf ihrer nackten Haut spüren wollte. Sie nahm es sachte und ließ die Flamme kurz aufflackern. Dann legte sie es zurück in ihre Tasche. "Was bisten heute so still?". Sie pustete die Asche des Unsichtbaren weg, lächelte und sagte, "nichts weiter, nur ein bisschen müde".
How I Beat Bulimia, One Therapist At A Time
vor 10 Jahren
1 Kommentar:
schön. das gefühl vom wegpusten kenn ich... i like it mucho.
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