Montag, 17. August 2009

zwischen wollen und bekommen

du fragst mich, was ich denn noch will, und ich sage es dir gern zum zweiten, dritten, fünfundvierzigsten mal, so oft du es hören willst, kannst, musst, so lange bis du es verstehst.
ich will, dass du mich begehrst, mich verführst, mich auf dem weg nach hause plötzlich in einen dunklen hauseingang ziehst, mich gegen die wand drückst und verschlingst, weil du es kaum erwarten kannst, mich zu spüren. ich will, dass deine hand unterm tisch zwischen meine beine gleitet und mir in aller öffentlichkeit einen überraschten seufzer entlockt, den du mit einem genüsslichen grinsen registrierst. ich will, dass du mich ansiehst als ob ich ein stück spinatlasagne bin und du fast am verhungern. ich will, dass du mir verträumt nachschaust, mich unverhofft dreckig angrinst, weil dir die nacht davor noch in den gliedern steckt und dir die fingerspitzen kitzelt. ich will, dass du mir versaute sachen ins ohr hauchst, während du in mir bist und mich fickst, erst sanft, dann immer härter. ich will, dass du mir am telefon erzählst, was du gerade am liebsten mit mir machen möchtest, in jeder einzelheit, damit ich deine hände und deine zunge auf mir spüren, sie mit meinen eigenen händen verfolgen kann. ich will, dass du dich nach dem sex an mich schmiegst, mich streichelst und auf den nacken küsst, mich solange hältst bis ich langsam wieder zu kräften komme, um es mit dir zu treiben bis der morgen graut. ich will, dass zügellose leidenschaft genauso zu unserer liebe gehört wie der kaffee, den ich dir morgens genau so mache, wie du ihn magst. ich will dich lieben, ohne an andere körper, hände, zungen, blicke, worte denken zu müssen. ich will. ich will. ICH WILL!